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Ausformulierter Lebenslauf

Einige Unternehmen fordern anstatt des eher üblichen tabellarischen Lebenslaufs ein ausformuliertes Exemplar und stellen Bewerber damit gelegentlich vor ein großes Rätsel. Dass damit ein fließender Text gemeint ist und kein in Blöcke unterteiltes Konstrukt, das in kurzen Stichpunkten den bisherigen Werdegang wiedergibt, liegt auf der Hand, doch danach herrscht meist eine gewisse Unklarheit über Aufbau und Inhalt.


Ein weitverbreiteter Fehler besteht darin, den ausformulierten Lebenslauf in Form eines zweiten Anschreibens zu gestalten. Die Integration von Stärken, Motivationen oder persönlichen Eigenschaften gehört allerdings nicht an diese Stelle. Auch ist die zeitliche Abfolge trotz manchmal gegenläufiger Meinung auch hier nicht variabel, sondern muss sich an der korrekten Reihenfolge orientieren. Selbst wenn sich das betriebswirtschaftliche Studium perfekt mit einer Weiterbildungsmaßnahme in Buchhaltung kombinieren lassen würde, so dürfen dazwischenliegende Praktika in einem anderen Bereich nicht einfach übersprungen und erst später wieder aufgegriffen werden.

Ein ebenfalls häufig anzutreffender Fehler ist die allzu wörtliche Interpretation des Begriffes Fließtext. Sicherlich lautet die Vorgabe des ausformulierten Lebenslaufs, ein möglichst flüssig zu lesendes Schriftstück aufzusetzen, dieses sollte aber nicht auf einen einzigen langen Absatz beschränkt sein. Unterteilen Sie es in stimmige Abschnitte, so dass Ihr zukünftiger Arbeitgeber wichtige Punkte rasch finden und gegeneinander abgrenzen kann, ohne die komplette Seite erneut überfliegen zu müssen.

Des Weiteren gilt es, genaue Angaben zu machen. Speziell an dieser Stelle geraten Bewerber nicht selten in die Versuchung bestimmte Fakten und vor allem Daten abzukürzen. So werden beispielsweise nur Jahreszahlen erwähnt oder lediglich ein Abschluss ohne präzise Angabe des Lehrinstituts. Dies ist jedoch nicht ausreichend.

Im Umkehrschluss sind aber ausschweifende Erläuterungen nicht automatisch positiv zu bewerten. Im Gegenteil, die hier präsentierten Informationen sollten sehr kompakt sein und im Grunde nur die Wiedergabe von wichtigen beruflichen Stationen und relevanten Kenntnissen - nur eben in ganzen Sätzen - darstellen.

Eine sinnvolle Methode, diese Vorgaben relativ einfach umzusetzen, wäre zunächst die Erstellung eines tabellarischen Lebenslaufs. So kann sich der Bewerber Schritt für Schritt durch die einzelnen Punkte arbeiten, ohne den Überblick zu verlieren und außerdem bereits zu Beginn thematische Blöcke festlegen. Auf diese Weise läuft man auch nicht Gefahr, zentrale Aspekte im Eifer des Gefechts schlicht zu vergessen. Ein ärgerliches Missgeschick, das unnötigerweise Zeit kostet, denn dies bedeutet im Zweifelsfall den doppelten Aufwand. Sie nachträglich einzufügen dürfte nämlich ziemlich schwierig sein.


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