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Bewerbungsfoto - Tipps und Infos
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Diese alte Volksweisheit hat sich schon oft bewahrheitet und findet auch - oder vielleicht sogar besonders - bei der Bewerbung ihre Berechtigung. Qualifikationen, der Lebenslauf, das Anschreiben oder Zeugnisse vermitteln zwar einen ersten Eindruck über die Person, doch beschränkt sich der Kontakt in diesem Moment lediglich auf Schriftliches. Mit einem Bild vor dem geistigen Auge ergibt sich für den potenziellen Arbeitgeber eine wesentlich umfangreichere Vorstellung.
Umso wichtiger ist es, dass das Bewerbungsfoto einerseits Sympathie weckt und andererseits in Verbindung mit den übrigen Unterlagen die geforderten Leistungskriterien der Stelle repräsentiert. Es ist daher wenig ratsam, irgendwelche Experimente einzugehen oder falsch verstandenen künstlerischen Ambitionen nachzugeben. Es gilt gewisse Erwartungen zu erfüllen, aber deren Rahmen nicht zu sprengen. So existieren einige allgemeingültige Vorgaben, die für jedes Bewerbungsfoto gelten.
Aufnahmen aus dem privaten Album sind zum Beispiel ebenso wenig geeignet wie billige Schnappschüsse aus dem Passbildautomaten um die Ecke. Es empfiehlt sich immer, die Unterstützung durch einen professionellen Fotografen in Anspruch zu nehmen, selbst wenn dies etwas höhere Kosten bedeutet - es lohnt sich.
Die richtige Beleuchtung, ein stimmiger Hintergrund und eine hochwertige Kamera sind die ausschlaggebenden Faktoren, die aus einem offenkundig einfallslosen Bild ein hochwertiges Bewerbungsfoto machen. Gerade auf diese Kleinigkeiten wird Wert gelegt, denn allein die Bereitschaft sich nicht mit minderer Qualität zufriedenzugeben und lieber etwas tiefer in die Tasche zu greifen, signalisiert Motivation. (Bei raffinierter Befestigung mittels abziehbarer Klebestreifen können die Abzüge im Übrigen sogar mehrfach verwendet werden)
Über die richtige Positionierung zur Kamera muss man sich in der Regel keine Gedanken machen, denn diese übernimmt meist der Fotograf. Er weiß, wie sein Motiv im Porträt am besten zur Geltung kommt und ob zum Ausgleich der Proportionen neben Kopf und Hals auch die Schultern und ein Teil der Brust zu sehen sein sollen. Trotzdem schadet es nicht, bestimmte Vorstellungen zu Beginn abzusprechen und gegebenenfalls verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen - denn gerade so manches Sonderangebot hält hier nicht einmal annähernd, was es verspricht.
Für andere Kriterien heißt es dagegen, ganz und gar selbst die Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört allem voran eine seriöse, aber nicht triste, Bekleidung, wobei sich als spezieller Tipp - wenn bekannt - das Aufgreifen von unternehmenstypischen Farben oder Mustern anbietet. Als Faustregel darf dabei getrost dem Motto "dezent und seriös" vertraut werden. Ein auffälliges Schmuckstück zu tragen, das Akzente setzt, mag zwar im normalen Leben von einem guten Modegeschmack zeugen, in diesem Fall jedoch ist weniger mehr. Ähnliches trifft auf die Frisur, das Make-up und die Mimik zu. Das Konterfei sollte nett, freundlich und offen wirken und insgesamt eine gepflegte sowie zurückhaltende Erscheinung bieten. Fettige Haut oder ins Gesicht hängende Haare haben an dieser Stelle also nichts zu suchen. Speziell Brillenträger sollten auch darauf achten, dass keine störenden Spiegelungen auf den Gläsern entstehen.
Damit wäre bereits eine geeignete Basis geschaffen, die sich aber noch ausbauen lässt. Je nachdem, ob es sich um eine Position in einem Versicherungsunternehmen oder eventuell in einer Werbeagentur handelt, können bereits kleine Details wie eine Krawatte den Ausschlag geben. Die Wahl zwischen einem farbigen oder einem schwarz-weißen Bewerbungsfoto, die grundsätzlich beide zulässig sind, kann ebenfalls die Gesamtwirkung beeinflussen. Idealerweise sollte jeder Bewerber eine größere Auswahl an Aufnahmen zur Hand haben, aus denen er bei Bedarf das Passendste herauspicken kann.
Ist das Bewerbungsfoto gelungen, findet es seinen Platz in der rechten oberen Ecke des Lebenslaufs oder auf dem Deckblatt. In Zeiten der digitalen Kameras darf es alternativ ebenso als fester Bestandteil eingearbeitet werden, allerdings nur dann, wenn die Auflösung des heimischen Druckers gehobenen Standard besitzt und das Ergebnis auf dem gleichen Level liegt wie herkömmlich entwickelte Bilder.
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